Vom Korn zum Brot


Was muss eigentlich alles passieren, bis wir ein richtig gutes und frisches Brot essen können? Antworten auf diese Frage gab ein besonders interessanter Ausflug des Montessori-Kindergartens „Haus für Kinder“ in den Bregenzerwald. Auf dem Biobauernhof von Agathe und Karl Lingenhel in Doren durften die Kinder nicht nur zuschauen, sondern selber ans Werk gehen.

 

Nach dem sehr herzlichen Empfang machten sich die Kinder neugierig an die Arbeit. Zuerst wurden die verschiedenen Kornarten anschaulich erklärt. Mais, Hafer, Dinkel usw. waren in Schlüsselchen vorbereitet, sodass die Kinder mit allen Sinnen erfahren konnten, woraus unser Mehl gemacht wird. Dann wurde das Korn in der Mühle gemahlen und zum Verkosten herumgereicht.

Dinkel- und Roggenmehl, Hefe, Molke und Salz waren die Zutaten, die jedes Kind in seiner kleinen Holzschlüssel vermischte. Besonders das Kneten mit den Händen war eine eindrückliche Erfahrung. Nur wer selbst einmal einen Teig bearbeitet hat, weiß genau, wie er sich anfühlen muss, wenn er fertig ist zum Backen. 

Mit solchen alltäglichen Übungen verinnerlichen die Kinder die einzelnen Arbeitsschritte und sammeln vielfältige Erfahrungen in ihrer Wahrnehmung und in der Koordination von Auge und Hand. Sie erproben Ausdauer und Selbstständigkeit. Das frisch gebackene Brot wurde mit einem von den Kindern selbst gemachten Kräutertopfen-Aufstrich bestrichen und gleich mit Freude und Stolz aufgegessen. 

EINEN FLUSS KANN MAN NICHT ANSCHIEBEN

Mit dem Herzen dabei

Unsere Pädagoginnen arbeiten im Haus für Kinder nach den Grundsätzen und Erkenntnissen Maria Montessoris. Ebenso fließen die Erfahrungen und Ideen Rebeca und Mauricio Wilds und Emmi Piklers in die Beziehung zu den Kindern ein.